Über Claudia · Mein Weg zum Yoga


Von Purzelbäumen und Glücksgefühlen


Kopfstand · Claudia Gehricke · Yogalehrerin · Münster

 

Meine ersten Yoga-Erfahrungen habe ich als Kind gemacht. Aus kindlicher Neugier und Experimentierfreude wurde aus dem Purzelbaum recht bald ein Kopfstand. Es hat mir einen Riesenspaß gemacht, die Welt auf dem Kopf stehend zu betrachten. Heute gehört der Kopfstand längst wieder zu meinen Lieblings-Yogaübungen. Andere Yoga-Übungen habe ich als Teenager von meiner Mutter erlernt. Besonders gut erinnere ich mich an den gemeinsamen Schulterstand. Danach ist Yoga für mich fast zwei Jahrzehnte lang in Vergessenheit geraten...

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Nach meinem Design Studium an der FH-Münster mit dem Abschluss als Dipl. Designerin (FH) und sich anschließenden Erfahrungen als Grafikdesignerin, bin ich wieder auf Yoga aufmerksam geworden.  Daraufhin habe ich mich auf eine Suche begeben ... Ganz zufällig habe ich durch eine Freundin zurück zum Yoga gefunden. Sie erwähnte nebenbei, sie würde ein Yoga-Seminar machen... Ich dachte mir, das könnte vielleicht auch etwas für mich sein ...


 Yoga hat mich von meiner ersten Yogastunde an berührt und inspiriert. In der Folge hat mein Leben eine tiefgreifende Wandlung erfahren. Meine Begeisterung und Motivation für Yoga wurden so stark, dass ich kurzerhand meinen Beruf als Designerin an den Nagel gehängt habe, um mich ganz dem Yoga widmen zu können. Während meiner zweijährigen Yogalehrer-Ausbildung habe ich bereits erste Unterrichtserfahrungen gemacht. Recht bald folgte das eigene Yoga-Studio. Um mich auf pädagogischer Ebene weiterzuentwickeln, habe ich parallel zu meiner Tätigkeit als Yogalehrende vier Semester Erwachsenenbildung an der Technischen Universität Kaiserslautern studiert und das Hochschulstudium mit dem Master (M.A.) abgeschlossen. In meiner Masterarbeit habe ich untersucht wie im Yoga-Gruppen-Unterricht individuelle Lernprozesse ermöglicht werden können. Dieses Thema, einen individuellen Erfahrungsraum und Zugang zum Yoga anzubieten, bleibt bis heute ein roter Faden in meiner Arbeit als Yogalehrende.

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Ich verstehe Yoga als einen Weg zu ganzheitlicher Persönlichkeitsentfaltung. Diese geht weit über eine Art Yoga-Wellness-Gymnastik hinaus. Illustrierte und soziale Medien propagieren unablässig das reine Glück durch genormte und selbst optimierte Körper, durch perfekte Life-Work-Balance und durch das Erreichen hoch und immer höher gesteckter Ziele, frei nach dem Motto: ich bin glücklich, wenn ich schlank bin, wenn ich reich bin, wenn ich erfolgreich bin, wenn ich den oder den Job habe, wenn ich den Marathon in drei Stunden gelaufen bin... Ich kann im Leben alles erreicht haben, schön sein, Geld und Einfluss haben - und mich doch leer und unglücklich fühlen. Im Yoga geht es hingegen schlicht ums Mensch-Sein, um den kleinen Augenblick Leben, der  jedem Menschen von Moment zu Moment gegeben ist. Yoga will einen inneren Weg zur Erfüllung aufzeigen, der bedingungslos, durch die Präsenz im Hier und Jetzt, in der eigenen unmittelbaren Erfahrung begründet ist - und schließlich über diese hinaus in die Welt geht. Es lässt sich übrigens nachweisen, dass die Bildung bestimmter Hormone, die oftmals als Glückshormone bezeichnet werden, durch Yoga und Entspannung angeregt werden. Die vielfachen positiven Wirkungen des Yoga sind mittlerweile recht gut wissenschaftlich untermauert. Yoga weckt Glücksgefühle - und das ohne Bedingungen zu stellen. 

 

In meinen Yogastunden möchte ich, neben der individuellen Erfahrung und persönlichen Entwicklung, vor allem die wohltuende Kraft des Yoga spürbar machen.


Lokah Samastah Sukinoh Bhavantu  · Mögen alle Wesen Glück und Frieden erfahren


© Foto: Claudia Gehricke | Dipl. Designerin | Münster

Dieses Mantra ist ein universeller Segenswunsch für alle Lebewesen. Die Sprache ist Sanskrit. Alle Mantren im Yoga sind in Sanskrit verfasst, ebenso die Namen der Yoga-Übungen (Sanskrit: Asanas).

In meinem Yoga-Unterricht wird dieses Mantra zum Abschluss der Yogastunde angestimmt, um sich friedvoll auf die Woche einzustimmen .

 

Loka bedeutet Welt, Samasta bedeutet in harmonischer Verbundenheit, Sukha bedeutet Frieden und Glück und Bhavantu bedeutet  "mögen sie sein". Die Rezitation des Mantras verhilft zu einem friedvollen Geist und Mitgefühl und hat eine wohltuend positive Energie.  


Namasté  Achtsamkeit beginnt beim Ich und setzt sich im Du fort. 

 

Claudia Gehricke · Erwachsenenbildung (M.A.) · Yogalehrerin (BYV) · Dipl. Designerin (FH)


https://www.instagram.com/yogatutgut_muenster/